MoMu.SH: Einstellung von Musikschullehrkräften zum Einsatz von Mobilgeräten im Unterricht

Matthias Krebs | 1. November 2019

„Wie digital unterrichten Lehrkräfte an VdM-Musikschulen nördlich der Elbe?“ Im Sinne einer Bedarfsuntersuchung wurden im Januar 2018 an die Musikschullehrkräfte der Musikschulen von Schleswig-Holstein, die im Landesverband deutscher Musikschulen (VdM) organisiert sind, eine Bitte zur Teilnahme an einer Online-Befragung versendet. Ziel war es im Rahmen des Pilotprojektes „MoMu.SH – Mobiler Musikunterricht in Schleswig-Holstein“ Erkenntnisse zum Thema Digitalisierungsprozesse in Musikschulen zu gewinnen, die auch eine Grundlage für die Entwicklung einer Weiterbildungsmaßnahme bieten sollten.

Die Befragung setzte sich aus geschlossenen Fragen mit einer Auswahl an Antwortmöglichkeiten sowie offenen Fragestellungen zusammen, die nach selbstformulierten Antworten der Probanden verlangten. Untersucht wurde einerseits die private und schulische Geräteausstattung und andererseits die grundsätzliche Einstellung zum Einsatz und der Bedeutung von Mobilgeräten.

Ergebnisse der geschlossenen Fragen finden sich hier: Rhea/Krebs (2018) und Krebs 2018.

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Klick aufs Bild zur Ansicht (pdf).

Das Projekt MoMu.SH wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen der Richtlinie „LandKultur – kulturelle Aktivitäten und Teilhabe im ländlichen Raum“ gefördert. Ziel des Projekts ist es, digitalen Musikschulunterricht flächendeckend in ganz Schleswig-Holstein an öffentlichen VdM Musikschulen zu erproben und zu etablieren. Bei diesem Projekt gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Appmusik. 

In diesem Beitrag werden nun diejenigen Antworten dargestellt, die eine persönliche Meinung (Einstellung) zur Bedeutung von Mobilgeräten im Vokal- und Instrumentalunterricht offenbaren.

Die Darstellung der Ergebnisse ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Um jedoch schon Einblicke im Zusammenhang mit dem Vortrag im Rahmen des MoMu.SH-Fachtags am 2.11.2019 in Rendsburg bieten zu können, wurde sie hier in einer Auswahl veröffentlicht. Eine Ergänzung erfolgt in Kürze.

 

Spontane Meinung

Die Online-Befragung war in 4 größere thematische Teile untergliedert. Ziemlich am Anfang der Befragung wurden die Teilnehmenden gebeten, Stellung zur Frage zu beziehen, welche Bedeutung die Vokal- und Instrumentalpädagog*innen Mobilgeräten für die Weiterentwicklung von Musikschule beimessen und wie sie in dieser Hinsicht den Stellenwert der Befragung abschätzen. Die Aussagen darauf liegen in einem breiten Spektrum zwischen uneingeschränkter Zustimmung mit zusätzlichen Beispielanwendungen aus einer längeren Praxiserfahrung bis hin zu einer absoluten Ablehnung verbunden mit der Befürchtung, dass im Unterricht das Menschliche durch den Einsatz von Technik zu kurz komme. Von den verschiedenen Äußerungen lassen sich insgesamt im Sinne eines Stimmungsbildes 60% als positive Antworten („wichtiges Thema“) interpretieren. Dagegen schätzen 20% der Proband*innen die Wichtigkeit der Umfrage für die Musikschulentwicklung gering ein („geht so“, „wenig“) und weitere 20% äußern sich eher unentschlossen („Kann ich nicht einschätzen“). Die folgenden Aussagen aus der Online-Befragung zu Projektbeginn (2018) geben ersten Überblick: :

Einige Lehrkräfte kritisieren in ihren Antworten, dass die bisherige Auseinandersetzung mit dem Thema eher oberflächlich und wenig differenziert behandelt wird.

„Bisher eher lächerlich, undifferenziert.“ (43)

„Wichtig aber nicht besonders aufsehenerregend“ (53)

Eine andere Lehrkraft findet, dass Apps im Unterricht „absolut irrelevant [seien, da] gute Lehrer […] sowieso flexibel“ (46) seien (zu fragen bliebe, was mit „flexibel“ gemeint sein soll, wenn Apps ausgeschlossen werden).

An anderer Stelle: „Das Mobilgerät wird überbewertet.“ (469)

Im Gegensatz dazu gibt es auch Aussagen von mehreren Lehrkräften, dass die Bedeutung von Mobilgeräten „unterschätzt“ werden würde und „viele An- und Einsatzmöglichkeiten“ (45) biete.

„Ich hoffe, dass sowohl Schüler als auch Dozenten sich dem Thema weiter öffnen. Von Musikschulen wünsche ich mir, dass sie ihren Schülern und Dozenten die Anwendung von Smart Geräten in Verbindung mit ihrem Unterrichtsfach näher bringen und wichtige Infrastruktur wie WLAN Verbindungen und WLAN Drucker bereit stellen.“ (48)

Unter den Teilnehmenden der Befragung äußern auch einige Lehrkräfte, dass sie bisher noch wenig Erfahrungen mit dem Einsatz von digitalen Technologien im Unterricht hätten, was sich aber ändern müsse.

„wird immer wichtiger, ich kann mich nicht mehr ganz verschließen“ (42)

„Ich nutze handy immer mehr, mit den musikapps“ (61)

Die Relevanz sich mit der Thematik zu beschäftigen wird unterschiedlich begründet.

So meint eine Lehrkraft, dass Schüler*innen zwar Mobilgeräte tagtäglich nutzen, jedoch von den Lehrkräften einen „sinnvollen“ Umgang damit noch erlernen müssten.

„Es wäre wichtig, Ihnen Wege zu zeigen, diese auch beim Erlernen eines Instruments sinnvoll einzusetzen.“ (17)

Eine andere Lehrkraft argumentiert, dass „die jungen Schüler*innen mit Mobilgeräten aufwachsen“ (24) und somit auch Bestandteil des Musikschulunterrichts sein sollte. Die Weiterentwicklung von Musikschule sei „ein wichtiger Schritt“ (28).

„sehr wichtig und Aktuell“ (41)

Wichtig sei es, durch die Integration von Apps zu signalisieren, dass ihr Unterricht an den Interessen der Jugendlichen anschließt.

„Ist heutzutage wichtig, um näher an den Jugendlichen zu sein.“ (29)

Jedoch befürchtet eine andere Lehrkraft, dass dies als Anbiedern interpretiert werden könnte.

An anderer Stelle: „Anbiederung ist keine Bildung. Wir werden immer nur den Fähigkeiten der jungen Leute hinterherhinken.“ (471) (Offen bleibt, ob hier wirklich app-bezogenen Fähigkeiten bezogen auf die Unterstützung musikalischer Praxis gemeint sind. Siehe gegenteilige Aussagen von Lehrkräften im Folgenden.)

Einige Lehrkräfte beantworten die Frage nach der Bedeutung von Mobilgeräten im Kontext von Musikschule mit positiven Anwendungsbeispielen.

„Schneller gibt es keinen Zugriff auf Musiklexika, Hörbeispiele. auch play alongs sind nicht zu verachten!“ (37)

Ein häufiger genannter Nutzungsbereich liegt in der Möglichkeit zur Visualisierung von Bewegungsabläufen und Körperhaltungen sowie in der Dokumentation von Vorspielen (mehr dazu im Folgenden).

„Ich benutze insbesondere die Aufnahmemöglichkeiten in Bild und Ton.“ (27)

Eine andere Lehrkraft hebt hervor, dass mit „bestimmten Apps coole Playbacks“ abgespielt werden könnten, jedoch es zu Apps als Alternative Möglichkeiten gebe und verweist darauf, dass man sich auf dem Klavier ja aber auch gut selbst begleiten könne (50).

Da Musik auch in der digitalen Zukunft ihre Bedeutung habe, sollten auch Musikschulen und Lehrkräfte mit der Zeit gehen und ihren Unterricht „zeitgemäß gestalten“ (39). Empfohlen wird dabei zu versuchen „best of both worlds“ miteinander zu verbinden.

„gut und wichtig, insbesondere in Verbindung mit konventionellen AusbMethoden“ (14)

In den Antworten auf die offene Frage zur Bedeutung von Mobilgeräten werden auch allgemeine Vorbehalte deutlich.

Einige Lehrkräfte interessieren sich zwar für Apps, rechnen ihnen jedoch keine existenzielle Relevanz für den Unterricht zu: „Interessant, aber nicht überlebenswichtig“ (18). Die Integration des Mobilgerätes habe „nicht erste Priorität“ (32). Diese Aussagen weisen auf eine im Folgenden häufiger geäußerte Aufforderung oder Hoffnung hin, die von den Lehrkräften etwa so formuliert wird: Mobilgeräten „so wenig wie möglich […]“ (163).

Andere Lehrkräfte stellen fest, dass die Verwendung von Apps vom Fach abhänge.

„Hängt vom Fach ab“ (26)

„Da ich überwiegend im Pop-, Rock- und Jazzbereich unterrichte, habe ich immer im Unterricht (auch beim Klavierunterricht) Musescore, Logic, YouTube und AmazonMusic parat und sehe die Abrufbarkeit genannter Dinge für mich als notwendig an.“ (33)

Doch wird auch gegenteilige Erfahrung geäußert.

An anderer Stelle: „Für das Genre von Rock und Popmusik sehr nützlich….aber genauso für Jazz und Klassik.“ (137)

Eine Lehrkraft stellt klar, dass sie bisher auch „ohne die Einbeziehung von Mobilgeräten“ (49) ihren Unterricht gestaltet habe. Weiter argumentiert sie, dass auch im Studium „die Möglichkeiten digitaler Technik im Instrumentalunterricht“ (49) nicht diskutiert worden seien.

Eine andere Lehrkraft befürchtet in der unterrichtlichen Verwendung von Mobilgeräten einen Verlust von Zwischenmenschlichkeit.

„Zunächst nur wenig wichtig, weil der Unterricht vom Zwischenmenschlichen lebt und auch mit weniger Technik gut gestaltet werden kann.“ (23)

Einige Lehrkräfte äußern sich unentschlossen. Auf der einen Seite stellen sie fest, dass Mobilgeräte im Unterricht z.B. „sehr praktisch“ und Apps „ein Phänomen der Zeit“ sind sowie „die Technik unumgänglich“ sei. Auf der anderen Seite wird aber befürchtet, dass die „eigene Kreativität und Fähigkeiten zunehmend zu kurz“ (22) kommen würden. Eine andere Lehrkraft betont, „dass manuell erlerntes ohne Tablett besser haften bleibt“ (60). Daraus wird deutlich, dass die Lehrkraft Apps als ein kognitives Tool wahrnimmt, dass musikalisches Wissen unabhängig von kinästhetischen leiblichen Erfahrungslernen vermittelt.

Eine Lehrkraft hat die Meinung, dass Mobilgeräte eine Entsinnlichung und Zurückdrängung sozialer Fertigkeiten fördern.

An anderer Stelle: „Sie kommen zu mir, um ein Instrument zu lernen – auf Bildschirme schauen sie sowieso schon mehr als genug. Unsere Aufgabe muss sein, Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit in einem analogen Miteinander zu erhalten und zu fördern.“ (471)

Festgestellt wird, dass eine zentrale Aufgabe von Musikschule darin bestehe, einen Gegenpol zum computerdominierten Alltag anzubieten.

Einige Lehrkräfte nehmen auch auf die Frage zur Bedeutung der Umfrage für die Weiterentwicklung von Musikschule Stellung.

„eine Gelegenheit, über die eigene Nutzung der Geräte im Unterricht und darüber hinaus zu reflektieren“ (34)

„Die Zukunft ist digital, auch Musikschulen und Lehrer sollten sich dem anpassen. […] Vielleicht gibt die Umfrage und das Ergebnis einen Anstoß…“ (39)

„Allenfalls zur Eruierung des Fortbildungsbedarfs“ (55)

Die bis hierhin dargestellten Äußerungen werden im Folgenden weiter ausdifferenziert.

 

Ablehnende Haltungen zur Verwendung von Mobilgeräten im Vokal- und Instrumentalunterricht

Im zweiten Abschnitt des Fragebogens wurden die Lehrkräfte zu Bedingungen der Verwendung von Mobilgeräten in der Musikschule gefragt. Neben Fragen zur technischen Ausstattung wurde auch nach ihrer Erfahrung gefragt, welches Interesse von Schüler*innen oder Eltern zum Thema der lernförderlichen Integration von Apps in den Unterricht bestehe.

„Knapp 40% gaben an, dass Schülerinnen und Schüler die Lehrkräfte konkret auf Musikapps ansprechen und sich mit der Lehrkraft über Apps austauschen. 51% sagten, dass sie davon ausgehen würden, dass Schülerinnen und Schüler Interesse hätten. 15% sagten, dass Schülerinnen und Schüler kein Interesse haben. In Bezug auf die Eltern stellten sich die Antworten wie folgt dar: Knapp 4% der Befragten sagten, dass Eltern konkret nach Musikapps fragen. 30% sagten, dass Eltern kein Interesse an Musik-Apps zeigen. Knapp 50% schätzen, dass die Eltern Interesse daran hätten, Apps empfohlen zu bekommen.“

Auch dieser zweite Fragebotenabschnitt wurde mit einer offenen Frage abgeschlossen, in der dieses Mal konkret nach der persönlichen Meinung zur Verwendung von Mobilgeräten im Unterricht gefragt wurde.

„Die Dosis macht das Gift“

Viele Lehrkräfte äußern, dass sie versuchen aktiv die Nutzung von Apps zu vermeiden. D.h. so wenig Zeit und so wenige Funktionen der Apps wie möglich zu verwenden.

„nur gezielter beschränkter Einsatz wünschenswert“ (150)

„Die Dosis macht das Gift.“ (160)

„So wenig wie möglich. Das Spiel auf dem Instrument sollte im Mittelpunkt bleiben.“ (163)

„sollte dosiert und zielorientiert eingesetzt werden“ (183)

„Im differenzierten Maß ist der Einsatz im Unterricht sinnvoll.“ (184)

„Die App ist nur eine Notlösung“ (279)

 

Argumente der Lehrkräfte gegen die Verwendung von Mobilgeräten im Unterricht

Von einigen Lehrkräften werden Mobilgeräte pauschal im Unterricht abgelehnt:

„Die Verwendung scheint mir unnötig. Ich vermisse nichts.“ (144)

„Bin mit Notenbüchern bisher gut zurecht gekommen“ (159)

„Fast keinen [Gewinn]; ein Metronom wird kaum benötigt, da ich selbst im Unterricht die Metronomfunktion ausübe!“ (284)

„Überhaupt keinen [Gewinn] außer dem Mitschwimmen in den Modetrends u dem Zeitgewinn“ (299)

„[…] Eigener Unterricht z.B. Digitales Tonstudio wäre ein gutes Unterrichtsfach für Interessierte. Ansonsten ist das Thema meiner Meinung nach völlig überbewertet, bei mir ginge es auch völlig ohne.“ (443)

„Die Gefühlsebene ist hierbei wichtig: Unsicherheit, Vorsicht, Abneigung gegen allzuviel Digitalisierung – Musik machen kann teils ein Gegenentwurf dazu sein.“ (468)

 

Apps sind Zeitfresser

Die Auseinandersetzung mit Technik zur Aneignung und zur Fehlersuche empfinden viele Lehrkräfte im Unterricht als hinderlich.

„Ich stell mir das ganz bereichernd vor, solange alles funktioniert, und man nicht ewig mit der Technik rumhühnert.“ (168)

„oft sehr mühsam, da ich mir mein Wissen selbst erarbeiten muss“ (212)

„kompliziert“ (228)

„Wenn brauchbares dort zu finden ist, super. Habe aber wenig Zeit, nach Apps und Ähnlichem zu suchen und alles auszuprobieren. (239)

„Die Erstellung von Unterrichtsmaterialien würde händisch manchmal schneller gehen, allerdings bietet die Möglichkeit der elektronischen Speicherung die ständige Verfügbarkeit.“ (232)

„Bei richtiger Handhabung wünsche ich mir einen Mehrgewinn, bislang Zeitverlust“ (248)

„praktisch, wenn Stimmgabel vergessen. Stimmgabel ist aber deutlich schneller“ (257)

„Alles muss einwandfrei funktionieren, andernfalls ist es Zeitverschwendung“ (417)

„Beit technischen Problemen geht leider viel Zeit verloren.“ (422)

„Von Kollegen kann ich sagen, dass es ihren Unterricht sicherlich auch negativ beeinflusst, wenn sie nicht richtig mit ihren Apps/ Programmen umgehen können und mit der Problem/ Fehlerbehebung Unterrichtszeit verloren geht. Dies trifft aber nicht auf mich zu. :)“ (432)

„Ja, wenn es dort eingesetzt wird, wo es wirklich förderlich ist und den eigentlichen Unterricht nicht aufhält.“ (451)

 

Weitere Aspekte sowie eine Diskussion werden in Kürze hier ergänzt. Sie betreffen:

  • „Menschlichkeit“ und „Natürlichkeit
  • Zerstreuung
  • Gegenpol zum Alltag
  • Kommunikation
  • Technik als Spielerei
  • Alternativen
  • „sinnvollen Einsatz“
  • Zukunft
  • neue Unterrichtsmethoden

 

Gewinn für den Vokal- und Instrumentalunterricht

Der vierte Abschnitt der Befragung befasste sich mit dem konkreten Einsatz von Mobilgeräten im Unterricht. Auf die Frage, welchen Gewinn die Lehrkräfte für den Einsatz von Mobilgeräten in ihrem Unterricht sehen, haben besonders viele eine Antwort formuliert.

„Unersätzlich, sehr Zeitsparend, Papier und platzsparend“ (197)

„Ich verwende sie fast ausschließlich und habe die Geräte immer dabei. Es ist für mich die bequemste Lösung.“ (209)

„Sehr gut, man kopiert viel weniger, hat immer alle Noten dabei, kann alles schnell an die Schüler weiterleiten…“ (211)

„Insbesondere, um verschiedene Interpretationen, aber auch Tutorials anzusehen, sehr nützlich“ (214)

„Zur Erstellung von auf die Schüler zugeschnittenem Notenmaterial (Bearbeitungen, eigene Kompositionen, Übungsmaterial…) nimmt vor allem das Notenschreibprogramm eine großen Raum ein.“ (216)

„Objektivierung der messbaren Parameter des Musizierens“ (246) (Körper, Tönhöhen, Rhythmus, Intonation, Dynamik, (Übezeit), (Lernfortschritte))

„vor allem nützt es, Playalongs langsamer laufen zu lassen (Anytune/iOS) // außerdem erleichtert es, viele Noten auf dem Tablet mitnehmen zu können, ohne viele Bücher tragen oder an allen Orten vor Ort haben zu müssen!!“ (251)

„Gibt mehr Möglichkeiten der Rückmeldung für den Schüler“ (254)

„präziseres Arbeiten“ (255)

„SmartMusic hat meinen Unterricht revolutioniert. SmartMusic ermöglicht es, Technologie, Pädagogik und Musik auf einen Nenner zu bringen. Das schaffen die meisten anderen Apps so nicht. Damit ist das Programm einzigartig.“ (256)

„praktisch, wenn Stimmgabel vergessen. Stimmgabel ist aber deutlich schneller“ (257)

„Mehr Interesse von Schüler und mehr Qualität im Spiel“ (263)

„Spaß beim ‚Spiel mit Begleitung“ (265)

„Hörbeispiele, ohne dass ich Tonträger etc. schleppen muss, großes Interesse vor allem bei Jugendlichen SchülerInnen. Gerät immer greifbar“ (266)

„Notieren, Anpassen, Transponieren… Im Unterricht findet wenig davon statt. Im Unterricht selbst geht es vorrangig um Übehilfen.“ (283)

„Spontanität“ (287)

„Immer verfügbar und es sind Dinge möglich, die sonst nicht möglich wären, wie z.B. Playbacks im dem Tempo dem Leistungsvermögen des Schülers anzupassen.“ (288)

„intensiveres Lernen und üben“ (289)

„neuer Zugang zum Instrument“ (290)

„Im Ensemble kann durch Aufnahme und Abhören des Gespielten eine bessere Selbstkontrolle der Schüler entstehen.“ (291)

„Noten können digital gespeichert werden und müssen nicht mehr in Papierform mitgebracht werden.“ (292)

teils bessere Veranschauung (294)

man ist up-to-Date und kann „schnell was nachgucken“ (295)

Metronom und Stimmgerät werden von Schülern als App eher genutzt und angeschafft als Stand alone Geräte. (296)

Aktueller unterrichten, Fragen nach Songs bzw Wünsche können sofort umgesetzt werden (300)

bei besserer Anwendung seitens der Schüler könnten deutlich bessere Fortschritte erzielt werden (301)

zuhause kann besser geübt werden, wenn Begleitung fehlt (304)

Interesse wecken/schnelles Reagieren (312)

Die Schüler lernen selbstständig zu stimmen, ein Metronom zu benutzen, bekommen Feedback durch Aufnahmen im Unterricht, können sich auf youtube die Stücke anhören, die sie üben (315)

Erleichterung beim Lernen neuer Stücke (316)

leichteres Zeigen von z.B. Lieblingsstücken (317)

Vorgeschlagene unbekannte Songs der Schüler sofort hören können und aufschreiben, bzw mit den Schülern erarbeiten/heraushören. Keine CD nötig. Selbstreflektion der Schüler durch eigene Aufnahmen (318)

Besser mit dem Original Song mitspielen (319)

„zur Selbstkontrolle und Inspiration.“ (443)

 

Die Darstellung der Ergebnisse ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Um jedoch schon Einblicke im Zusammenhang mit dem Vortrag im Rahmen des MoMu.SH-Fachtags am 2.11.2019 in Rendsburg bieten zu können, wurde sie hier in einer Auswahl veröffentlicht. Eine Ergänzung erfolgt in Kürze.

ist wissenschaftlich als Leiter der Forschungsstelle Appmusik an der Universität der Künste Berlin tätig. Er beschäftigt sich im Rahmen seiner Promotion mit der Aneignung digitaler Musikinstrumente (insb. Musikapps). Weitere Forschungsschwerpunkte betreffen: Digitale Medien in Lehre und Forschung, Kommunikation im Social Web, Netzkunst, Appmusik, Grundlagenforschung zum Musizieren mit digitalen Musiktechnologien.

Als Lehrbeauftragter ist der Diplom-Musik- und Medienpädagoge an mehreren deutschen Musikhochschulen sowie als Dozent für Weiter- und Fortbildungen und auch bei den Appmusik-Workshops bei app2music aktiv. Zudem ist Matthias Krebs Musiker im professionellen Tablet-Orchester DigiEnsemble Berlin.


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